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Nordseeinsel
Borkum Ostfriesland
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Größte und westlichste Insel ist die vor der Emsmündung gelegene
35 qkm große Insel Borkum (ca. 8 km lang und 4 km breit).
Borkum ist aus ursprünglich zwei Inseln, dem West- und Ostland,
zusammengewachsen. Das Tüskendör ("Zwischendurch") zeigt heute die alte
Nahtstelle an.
Sie ist in ca. 2,5 Std. von Emden aus mit dem Fährschiff (Autofähre)
erreichbar, mit dem modernen Katamaran dauert die Überfahrt indes nur
ca. 45 Min. Auf dem Luftweg ist Borkum über den Flugplatz Borkum erreichbar.
Wenn man mit der Inselbahn (Schmalspurbahn als Zubringer vom Ort zur Reede)
das Stadtzentrum erreicht hat, fällt einem sofort das Kleinstädtische Treiben auf.
Auf Borkum sind Autos zwar grundsätzlich erlaubt, aber es gibt auch autofreie Zonen.
Da Borkum die am weitesten in der deutschen See gelegene Insel
(ca. 55 Kilometer vom ostfriesischen Festland entfernt), von Helgoland einmal
abgesehen, ist, bietet die größte ostfriesische auch ein so ein gesundes
Hochseeklima und als staatlich anerkanntes Nordseeheilbad über zahlreiche
Kureinrichtungen.
Aufgrund des nahen Golfstroms herrscht auf Borkum ganzjährig ein
Hochseeklima mit angenehmen Temperaturen. Der lange Sandstrand (ca. 22km),
die schöne Dünenlandschaft, die "Greune Stee", dass grüne Herz Borkums und
natürlich das Meer bilden eine herrliche Urlaubslandschaft.
Das interessante Ortsinnere lädt zum Bummeln ein und neben vielen Geschäften,
Kneipen und Cafés, sollte der Besucher auch die viele interessante Gebäude
bestaunen und auch über ein Meerwasser-Wellen-Hallenbad verfügt Borkum.
Teile der Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark
Niedersächsisches Wattenmeer.
Das Wattenmeer wurde im Juni 2009 in die UNESCO Liste des Welterbes der
Menschheit aufgenommen und zum Weltnaturerbe erklärt.
Es gibt gleich drei Leuchttürme au der Insel zu bestaunen,
den alten Leuchtturm von 1576 / 1817 , den neuen Leuchtturm von 1879 und
den kleinen Leuchtturm von 1891. Der "alte Leuchtturm" ( Olle Toorm )
übt auf viele Menschen eine noch größere Faszination aus, als der "neue Leuchtturm".
1817 wurde der ehemalige Kirchturm (1576 wurde dieser Turm als
Tages-Seezeichen gebaut) zum Leuchtturm umfunktioniert und ging als wahrer
Feuerturm in die Geschichte ein, er brannte völlig aus.
Durch die solide Konstruktion des Turmes kann der Turm auch noch heute
bestiegen werden und 150 Stufen führen hinauf auf den 45m hohen Turm.
Der "Olle Toorm" aus dem Jahre 1576 - gemeint ist hiermit der alte Leuchtturm,
der schon damals den Walfängern der Insel zur Rückkehr auf die Insel verhalf.
Im 18. Jahrhundert brachte der Walfang vielen Borkumern Wohlstand ein und auch
heute noch zeugen viele Straßennamen, aber auch aus Walkiefern hergestellte
Zäune von dieser Zeit. Der wohl imposanteste „Walfischzaun“ umfasst das
ehemalige Haus von Roelof Gerritsz Meyer, der mit seiner Mannschaft auf
42 Fahrten rund 270 Wale erlegte. Der "Neue Leuchtturm" kann ebenfalls
bestiegen werden und über 315 Stufen geht es hinauf auf ca. 60 m.
Auf Borkum rumpelt die außergewöhnliche, 900 mm-spurige Kleinbahn weiterhin
zwischen der Reede im Inselort. Sie ist die älteste der ostfriesischen Inselbahnen
und kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken, wobei heute neben dem Planverkehr
zwischen Inselort und der Reede auch ein vorbildlicher Museumsbetrieb durchgeführt wird.
Die Borkumer Inselbahn nennt sich selbst Kleinbahn!
Unter den ostfriesischen Inselbahnen ragt sie wegen ihrer ungewöhnlichen
Spurweite von 900 mm, der großen Streckenlänge (7,5 km) und dem Umstand,
dass die Gleise streckenweise zweigleisig verlegt wurden, heraus.
Inselbahn Borkum Streckennetz
Quelle: Inselbahn.de
Nach umfangreichen Investitionen in Strecke, Fahrzeuge und Anlagen
fährt die Borkumer Kleinbahn heute, trotz parallelem Kraftfahrzeugverkehr,
in eine sichere Zukunft. Güterverkehr findet allerdings seit 1968 nicht mehr statt.
Neben ihrer Transportaufgabe als Zubringer zwischen Inselort und der Reede,
an der die Schiffe nach Emden und Eemshaven [NL] anlegen,
entdeckt sich die Kleinbahn aber selbst auch als Traditionsunternehmen
und bietet seit einigen Jahren einen nostalgischen Betrieb mit der
eigens dafür aufgearbeiteten Dampflok »Borkum« und einem Wismarer
Schienenbus durch.
Eingezeichnet ist auf dieser Karte die heutige Streckenführung
zwischen dem Bahnhof und der Reede, sowie die wichtigsten bereits
abgebauten Strecken. Besonders erwähnenswert ist dabei die alte
Materialbahn, aus der letztlich die Inselbahn hervorging, und die
zwischen 1888 und 1953 existierende Strandbahn, die anfänglich die
Buhnenbaustellen bediente, schließlich aber auch dem öffentlichen
Personenverkehr diente.
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