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Geschichte der Nordseeinsel Wangerooge


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Geschichte Wangerooge

Wangerooge sah nicht immer so aus, wie es heute aussieht. Die Häuser waren nicht einmal an dem Platz erbaut, an dem das Inseldorf sich heute befindet, sondern mehr als 3 Kilometer weiter westlich. Die Entwicklung von 1793 bis heute können Sie in den sieben Bildern unten sehen:

Entwicklung Wangerooge
(Die Entwicklung der Insel Wangerooge von 1667 bis heute)


Sie können hier sehr deutlich die Ostwanderung der Insel erkennen, die sich über Jahrhunderte hinzog und immer wieder die Menschen aus Ihrem Ort vertrieb, wenn der Ort dem Westrand der Insel zu nahe kam und bei Sturmfluten überflutet wurde.
So im Winter 1854/55: In diesem Winter haben Sturmfluten die Dünen im Westen durchbrochen und weggerissen. Dabei wurden sehr viele Häuser schwer beschädigt oder ganz zerstört. Damals wohnten die 350 Einwohner Wangerooges rund um den Westturm herum, der damals Turmkirche und Leuchtturm war. Dieser bestand weiter bis 1914, dann wurde er gesprengt.
Nach der Flut zogen die meisten Insulaner auf das Festland, da das alte Inseldorf aufgegeben werden mußte. Doch einige wenige entschlossen sich, am damaligen Ostende ein neues Dorf zu gründen. Dort wurde kurz danach (1856) ein ganz neuer Leuchtturm fertiggestellt. Dies ist der heutige "alte Leuchtturm"; die Häuser, die um ihn herum neu gebaut wurden, stehen oft noch heute und bilden den ältesten Teil des heutigen Inseldorfes.

Unten sehen Sie eine alte Zeichnung, die das eben angesprochene Inseldorf vor 1855 zeigt. Man erkennt deutlich den Westturm, der damals noch mitten im Ort stand (siehe auch Bild 1, Karte von 1793). Altes Dorf Wangerooge Rund um den 1856 fertiggestellten Leuchtturm siedelten sich, wie oben schon angesprochen, die wenigen Inselbewohner an, die nach der Sturmflut im Winter 1854/55 auf der Insel geblieben sind. Da der Ort sich ganz im Osten befand, hatte man erst einmal Ruhe vor den Sturmfluten, denn diese zerstörten immer den westlichen Teil der Insel. Dies kommt von der Tatsache, daß in den norddeutschen Breiten westliche Winde vorherrschen und außerdem die hohen Sturmfluten nur bei Westwind zustande kommen, weil duch den Sturm das Wasser von Westen bzw. Nordwesten in die deutsche Bucht hineingedrückt wird. Bei Ostwind dagegen ist extrem wenig Wasser, auch bei Hochwasser, da, so daß die Insel nicht gefährdet ist. Die Insulaner siedelten sich an und bauten ihr Dorf immer weiter aus. Es kamen mit der Zeit wieder mehr Leute vom Festland zur Insel, diese bauten ebenfalls Häuser. Einige (um nicht zu sagen viele) Dinge von Früher sind auch heute noch sehr gut erkennbar: Zum einen natürlich der Leuchtturm, der heute zwar außer Betrieb ist, dafür ist aber ein Aufstieg in seine Spitze (39 Meter) möglich.
Wenn Sie das nächste Mal durch die Robbenstraße oder auch durch den Dorfplatz laufen, dann achten Sie einmal darauf: Es sind sehr viele der damals erbauten Häuser noch heute vorhanden. Da, wo sich heute der Rosengarten bzw. der Steingarten erstrecken, befanden sich vor 140 Jahren noch Kleingärten der Insulaner. Nicht zu vergessen sei auch die Bake im Norden, die auf einem Hügel stand. Diesen Hügel gibt es ebenfalls heute noch, auf ihm steht jetzt ein Café namens "Café Pudding". Seenotrettung Norden Norddeich Heutzutage ist die Insel im Westen durch Deckwerke, geschützt. Durch diese Schutzbauten, die ganz im Nordwesten der Insel noch weit höher sind, wird ein weiterer Ostdrift der Insel verhindert. Es kann nur noch vorkommen, daß bei Sturmfluten der Sand am Hauptstrand weggerissen wird und hier Abbruchkanten entstehen. Dieser Sand muß im Frühling, wenn die Sturmzeit weitestgehend vorbei ist, mit Hilfe von LKWs oder duch Aufspülaktionen wieder aufgefahren bzw. aufgespült werden. Er wird im Osten entnommen, wo sich ein sehr breiter Strand erstreckt.

Quelle und weitere Informationen
Virtueller Inselrundgang